Flamenco-Tanz
La Micaela, Isabeau Wagner
Es gibt mindestens drei Beteiligte an einer Flamenco-Darbietung. Die Zahl ist beliebig erweiterbar, je nach Anzahl der Sänger, Gitarristen oder Tänzer.
Grundsätzlich bedarf es des
- Gitarrenspielers (Tocaor)
- Sänger (Cantaor)
- Tänzer (Bailaora (f)/Bailaor (m)
Zusätzlich übernimmt meist der Sänger noch die Aufgabe des Zurufens von "Jaleos" und unterstützt die Tänzer mit seinen "Palmas", dem rhythmischen Händeklatschen.
Keinesfalls sollte Flamenco-Tanz billige, oberflächliche oder gar nur sinnenfreudige Unterhaltung sein, auch wenn so manche "Spanien-Show" diesen Eindruck erweckt.
Im idealen Fall ist Flamenco ein Ereignis, wo der Funke vom Künstler zum Publikum überspringt, wo "Duende" entsteht.
"Duende" heißt das Wort, das auf alten Zigeunerglauben zurückgeht, und kein geringerer als der große spanische Dichter Federico Garcia Lorca, ein wahrer "Aficionado", wie die Liebhaber dieser Kunst heißen, hat versucht, diesen "Duende" zu beschreiben:
"Engel und Muse kommen von außen,
der Engel verleiht Talent,
die Muse Form,
den Dämon aber
muss man in den letzten, hintersten Behausungen
des Blutes aufrütteln."
